Dienstag, 22. Mai 2012

Sommerversammlung im Krautheimer Bräustüble

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Am Montag, 19.07. trafen sich die Mitglieder des Gewerbeverbandes Volkacher Mainschleife e.V. in der Brauschänke der Brauerei Düll in Krautheim. Der Gewerbeverband ist durch einige Neuzugänge in 2010 wieder auf die Stärke von 178 Mitgliedern angewachsen: 25 davon und einige Familienmitglieder waren bei dem zwanglosen Treffen dabei. 18 Unternehmer haben sich dankbarerweise rechtzeitig aufgrund alternativer Termine und eigener Verpflichtungen entschuldigt.

Beim Rundgang durch die Brauerei Düll, die der Geschäftsführer Herr Friedrich Düll persönlich leitete, lernten die Besucher allerhand über die heutige Technik des Bierbrauens verschiedenster Biere, die Vermarktung und die Nöte der Branche.
Viele Kleinbrauereien seien in den vergangenen Jahren vom Markt verschwunden – dabei ist die Fläche in Franken, die landwirtschaftlich für die Bierherstellung genutzt wird, aktuell doppelt so groß wie die gesamte fränkische Weinanbaufläche, klärte Herr Düll auf.
Althergebrachtes würde unter dem hohen wirtschaftlichen Druck der fünf deutschen Bierkonzerne – davon drei in ausländischer Hand! – jedoch in der gesamten Branche aussterben, so Herr Düll. Schade eigentlich, bedenkt man die jahrtausende alte Tradition des Bieres.

Interessante Anekdoten kennt der Braumeister aus Leidenschaft, der die Brauerei Düll in der dritten Generation führt, zum Thema Bier unzählige. So wurde nach dem 30jährigen Krieg nach 1648 im stark ausgedünnten Castell’schen Landstrich den Bürgern eine Neuansiedlungen zum Beispiel dadurch schmackhaft gemacht, dass ein alleiniges Braurecht garantiert wurde.
Und die Reblaus, die viele Weinberge in Franken verwüstete, sorgte für einen Höhepunkt in der Firmengeschichte fränkischer Brauereien. „Dummerweise kam dann jemand auf die Idee, die fränkischen Weinstöcke auf amerikanische Wurzeln zu pfropfen“, schmunzelte Herr Düll.

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Eine gelungene Einleitung für die Gespräche der Gewerbeverbandsmitglieder im Anschluss
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Jede Zeit hat ihre Schwierigkeiten und die Aufgabe der Unternehmer ist es eben, diese in eigener Initiative zu meistern. Der erste Vorsitzende des Gewerbeverbandes, Klaus Hart, rief hierzu zu Geschlossenheit auf. Gemeinsam können die Mitglieder des Gewerbeverbandes dem Geschäftssterben in der Volkacher Altstadt entgegenwirken – und nur eine interessante Stadt mit breitbandigem Warensortiment, bunten Schaufenstern zum Bummeln und einem vielfältigen Veranstaltungsangebot wird auch in Zukunft für Arbeit in Einzelhandel, Handwerk und bei Dienstleistungsbetrieben sorgen.
Herr Hart gab einen Überblick über die seit Oktober 2009 geleisteten Aktionen des Gewerbeverbandes und seiner Mitglieder. Diese finden Sie im Neuigkeiten-Archiv .

Unterstützung seitens der Anwesenden fand das erklärte Ziel der Vorstandschaft, in den vielseitigen Bestrebungen zur Förderung der Volkacher Geschäftswelt als komplexe Einheit nicht nachzulassen.
Das bedeute insbesondere auch, dass mit dem vorhandenen Kapital des Vereins nicht gespart werden würde. Der Verband muss in die Zukunft seiner Mitglieder investieren.
Als gutes Beispiel nannte Hart die Gesundheitsmesse „Voll.fit“. Die Veranstaltung sei riskant gewesen, erfreulicherweise habe sich das Pilotprojekt diesmal jedoch für alle Beteiligten gelohnt.
Und nicht immer zahlen sich Investitionen sofort aus – generell sei Risikobereitschaft und das Gefühl, etwas tun zu müssen, grundlegende Voraussetzungen für die Selbstständigkeit.

Viele Aufgaben liegen vor den Mitgliedern des Gewerbeverbandes

Vom Ferienspaß über Werbeaktionen zur Markenbildung der Volkacher Geschäfte als Einheit, der Vorbereitung eines Altstadtfestes und des Herbstmarktes und der Aktionen im Dezember bis hin zur Planung der ersten Handwerker- und Dienstleister-Messe „Voll.gut“ gibt es einiges zu tun. Anders als beim Lotto heißt es für die Volkacher Unternehmen aber: jeder, der mitmacht, gewinnt!